Upcycling unserer Kaffeetüten

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Nachdem wir zuletzt stolz davon berichten konnten, dass unser Unternehmen klimaneutral wird, gehen wir in Sachen Umweltschutz noch einen Schritt weiter. Gemeinsam mit unseren Freunden von Zweiter Aufguss schenken wir unseren Kaffeeverpackungen ein neues Leben und Sie können mitmachen!

Leere Kaffeeverpackungen von Angelique’s Finest werden ab sofort von Zweiter Aufguss zu diesen schönen und stabilen Tragetaschen verarbeitet:

Der Fachbegriff für diese Art der Wiederverwertung lautet übrigens: Upcycling.

Ob Möbel aus Paletten, Vogelfutterspender aus Tetrapacks oder Blumentöpfe aus alten Schuhen – upgecycelte Gegenstände sind derzeit voll im Trend. Wie beim Recycling wird auch hier versucht, Abfall zu vermeiden und weiterzuverwenden. Während es beim Recycling jedoch darum geht, Abfälle oder Teile davon aufzubereiten und in neue Rohstoffe umzuwandeln (z.B. Papier zu Altpapier oder recycelte Plastikflaschen), geht es beim Upcycling darum, den sonst entstandenen Abfall so zu transformieren, dass ganz neue funktionale Gegenstände entstehen. Dadurch wird der Wert des Abfalls sogar gesteigert (daher UPcycling von „nach oben“) – bei der Recyclingmethode verliert das Produkt häufig an Qualität, weshalb es manche auch als DOWNcycling bezeichnen. 

Das Schöne an Upcycling: es braucht meist nicht viel, außer etwas Kreativität und Geduld, und kann auch Stoffe verarbeiten, die sich nur schwer recyceln lassen. So sparen wir alle Geld, Energie und Rohstoffe. In Zeiten der Wegwerfgesellschaften werden so Produkte, die bereits für den Müllschlucker bestimmt waren, zu wertvollen, unkonventionellen Ressourcen und fördern Innovation – das befindet sogar das Umweltbundesamt. 

Upcycling ist übrigens weder eine Erfindung des 21. Jahrhunderts noch ausschließlich eine hippe Modeerscheinung aus Europa. Repariert, wiederverwendet und aufgewertet werden alte Gegenstände schon seit Jahrhunderten. „Not macht erfinderisch“, heißt es und das trifft in vielen Gesellschaften, in denen gewisse Produkte Mangelware sind, ohne Zweifel zu. Sohlen aus Autoreifen, Lampen aus Flaschen oder Instrumente aus Kronkorken waren die Inspiration für die heutige Upcycling-Bewegung auf der ganzen Welt. Der Begriff „Upcycling“ wurde übrigens erstmalig vom Ingenieur Reiner Pilz populär gemacht, der in der britischen Zeitschrift „Salvo“ 1994 die Abfallrahmenrichtlinien und das Baustoffrecycling kritisierte: 

“Recycling? Ich nenne es Down-cycling. Sie schlagen Steine kaputt, sie schlagen alles kaputt. Was wir brauchen, ist Up-cycling, bei dem alte Produkte einen höheren Wert erhalten, keinen geringeren.”

Wenn Sie jetzt Ihre leeren Kaffeetüten aufwerten lassen möchten, können Sie sich an der Idee von Zweiter Aufguss beteiligen und gebrauchte Kaffeeverpackungen sammeln. 

Wie geht’s?

1. Angelique’s Finest Verpackung beim Öffnen möglichst weit oben abschneiden

2. Nach dem Leertrinken aufheben (am besten etwas Glattstreichen)

3. Zweiter Aufguss kontaktieren unter hallo@zweiter-aufguss.de

4. Die Packungen werden abgeholt oder zugeschickt

Je mehr Kaffeeverpackungen den Weg zu Zweiter Aufguss finden, umso mehr Taschen können entstehen und umso mehr Verpackungsmüll wird reduziert. Darum unsere Bitte an Sie: Sammeln Sie Ihre Kafffeeverpackungen und kontaktieren Sie Zweiter Aufguss, die sich um die Abholung bei Ihnen kümmern werden.

Die Taschen gibt es im Onlineshop von Zweiter Aufguss und bald auch bei uns. 

Das ist aber noch nicht alles!

Wir haben noch mehr Möglichkeiten des Upcyclings entdeckt und lassen die großen Kaffeesäcke, in denen der Kaffee bei uns angeliefert wird, zu einzigartigen Geschenkbeuteln verarbeiten.

Diese können Sie nun als Option im Bestellprozess auswählen und Ihren Kaffee stilgerecht transportieren oder auch verschenken.

zweiter aufguss upcycling

Das steht hinter der Idee von Zweiter Aufguss

Wir haben mit Luisa von Zweiter Aufguss gesprochen, um mehr über das Projekt zu erfahren. Fun Fact: Die Idee entstand in einer Kleinstadt in Bayern, wo eine alte Frau genau das schon umgesetzt hat. Die Gründer griffen die Methode auf, um nun in großem Stile Kaffeepackungen zu retten und Müll zu vermeiden. Es geht aber auch darum, ein stärkeres Bewusstsein dafür zu schaffen, Dinge wieder zu verwerten und diesen Prozess stärker im Alltag zu verankern.

Genäht wird übrigens in Berlin und zwar in drei Varianten: die große Tragetasche, ein Kosmetiktäschen und einen Rucksack. Luisa hat ihre Tragetasche übrigens schon seit rund 4 Jahren in Gebrauch und nutzt sie u.a. für den Transport von Taschen. Härtetest bestanden!

Ein Teil des Erlöses geht übrigens an Bildungsprojekte, um die nachfolgenden Generationen für den Umgang mit unseren Ressourcen zu sensibilisieren.

Das komplette Interview sehen Sie hier:

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