12 Gründe, warum Kaffee gesund ist

12 Gründe, warum Kaffee gesund ist

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Das Kaffee glücklich macht, ist für Kaffeeliebhaber*innen keine Überraschung. Der Duft von frisch gemahlenen Kaffeebohnen am Morgen zaubert bereits ein Lächeln ins Gesicht und sorgt für einen guten Start in den Tag. Das Koffein im Espresso oder Filterkaffee bewirkt die Ausschüttung von Glückshormonen wie Dopamin und vertreibt somit die schlechte Laune. Aber in Kaffee steckt noch so viel mehr Power.

Immer wieder belegen Studien, dass Kaffee diversen Krankheiten präventiv entgegenwirken und damit wirklich gesund sein kann. Dies führte 2016 dazu, dass die WHO bzw. ihr Unterarm, die IARC (International Agency for Research on Cancer)  Kaffee nicht länger als krebsgefährdend einstuft, wie sie es seit 1991 getan hatte.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.

Allgemein lässt sich sagen, dass sich 1 bis 5 Tassen Kaffee am Tag auf eine ganze Bandbreite von Dispositionen positiv auswirken und die Gesundheit fördern: Entzündungen, Lungenfunktion, Insulinverträglichkeit, Depression, Herz-/Kreislauferkrankungen und auch neurologische Krankheiten. Koffein gelangt sehr schnell in den Blutkreislauf und ist nach etwa 30 bis 45 Minuten nachweisbar. Es wird im Körper verteilt, bleibt dort ungefähr vier Stunden und wird über den Urin wieder ausgeschieden.

Doch nicht immer ist Koffein im Spiel, denn mitunter zeigten sich die positiven Effekte auch beim Konsum von entkoffeiniertem Kaffee. Kaffee hat schließlich eine komplexe chemische Struktur mit über 1.000 Verbindungen. Koffein sieht zum Beispiel so aus:

Chemische Struktur von Koffein

Darum können Wissenschaftler*innen mitunter nur mutmaßen, warum Kaffee eine gesundheitsfördernde Wirkung im Körper hat. Aktuell weisen viele Studien auf diese hin, doch oftmals sind noch Folgeuntersuchungen notwendig, um Klarheit zu schaffen. Wir stellen die 11 beeindruckendsten Gesundheitswirkungen von Kaffee auf unseren Körper vor.

Kurzer Hinweis für schwangere und stillende Frauen: Expert*innen empfehlen in der Schwangerschaft und Stillzeit maximal 2 Tassen Kaffee am Tag zu trinken. Ausführliche Informationen über Koffein in der Schwangerschaft und Stillzeit lesen Sie in unserem Beitrag zum Thema.

1. Koffein steigert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit

Schon lange bekannt und die tägliche Rettung für viele von uns: Koffein hat einen beschleunigenden Einfluss auf die menschlichen Informations- und Reizverarbeitungsprozesse im Körper. Die optimale Koffeindosis zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeiten liegt bei 3 bis 6 mg pro kg Körpergewicht. Eine 70 kg schwere Person kann also mit 210 bis 420 mg Koffein (2 bis 4 Espressi) mehr Power beim Ausdauertraining aufbringen. Grund ist die erhöhte Produktion von Adrenalin, wodurch mehr Blut zum Herzen und zu den Muskeln fließt und mehr Energie produziert wird. Nachgewiesen ist, dass Koffein zur Leistungssteigerung bei Profisportler*innen beiträgt.

Doch auch die geistige Leistungsfähigkeit wird durch Koffein stimuliert. Der Wachmacher dockt im Gehirn an die Adenosinrezeptoren an und verdrängen dabei den Müdigkeit auslösenden, körpereigenen Botenstoff Adenosin. 15 bis 30 Minuten später sind wir wacher, konzentrierter und aufnahmebereiter.

2. Kaffee schützt vor Krebs

Diverse Studien belegen die phänomenale Eigenschaft von Kaffee, vor Krebs zu schützen. So können 2 Tassen Kaffee am Tag das Risiko an Leberkrebs zu erkranken um 43 Prozent reduzieren. Bei Männern wird durch Kaffee auch das Prostatakrebsrisiko gemindert.

1 bis 2 Tassen Kaffee täglich können außerdem das Darmkrebsrisiko um 26 Prozent senken. Dabei gilt offenbar: Je höher der Kaffeekonsum, umso geringer das Darmkrebsrisiko, denn bei mehr als 2,5 Tassen kann das Risiko bereits um mehr als 50 Prozent sinken. Hier ist allerdings nicht das Koffein der Wohltäter. Vielmehr enthält Kaffee viele Inhaltsstoffe, die der Darmgesundheit förderlich sind: Antioxidantien, Melanoidine und Diterpene.

Auch das Risiko für Hautkrebs kann sich mit Kaffee um 20 Prozent senken lassen, insbesondere das für die besonders aggressive Form des malignen Melanoms. Offenbar schützt Koffein vor schädlichen UVB-Strahlen. Cremt euch aber bitte trotzdem ein.  

Auch das Risiko an einem Gehirntumor zu erkranken kann durch Kaffeekonsum gesenkt werden, insbesondere bei Männern. Trinken Sie besonders viel Kaffee? So circa 5 Tassen am Tag? Dann kann Ihr Risiko an einem Gliom zu erkranken, um 40 Prozent sinken.

3. Kaffee wirkt gegen Kopfschmerzen 

Kaffee wirkt nachweislich gegen Kopfschmerzen und Migräne, denn das Koffein erweitert die Blutgefäße in der Peripherie und verengt die Blutgefäße im Gehirn, wodurch eine schmerzstillende Wirkung eintritt. Selbst in einigen Kopfschmerztabletten befindet sich Koffein. Laut einer Studie hemmt Koffein die Produktion von Prostaglandine und damit die Schmerzweiterleitung. Prostaglandine ist ein Gewebshormon, das eine große Rolle bei der Schmerzentstehung spielt. Die Studienlage hierzu ist allerdings noch uneindeutig.

George Cruikshank: The Head Ache, 1819
George Cruikshank: The Head Ache, 1819

4. Kaffee ist gut für den Darm

Kaffee sorgt für eine gute Darmflora, da die Polyphenole im Wachmacher für ein Wachstum der Bifidobakterien sorgen. Diese gehören zu den essentiellen Bestandteilen unserer Darmflora, senken den pH-Wert und verhindern so die Ansiedlung von Krankheitserregern.

Zudem enthält Kaffee Chlorogensäure, die charakteristische Säure des Kaffees. Diese Säure ist ein Antioxidans und schützt den Körper vor oxidativem Stress. Zudem verlangsamt sie nach einer Mahlzeit die Aufnahme von Glucose ins Blut und senkt den Blutdruck.

Außerdem kann Kaffee bei einem gesunden Darm durch seine sekundären Pflanzenstoffe die Vielfalt der guten Darmbakterien fördern. Bei Studien zeigte Kaffee ähnlich positive Wirkungen wie probiotika-haltige Lebensmittel wie Joghurt, Sauerkraut oder Apfelessig. 

5. Kaffee wirkt positiv auf das Herz-/Kreislaufsystem

Trinken Sie 1 bis 3 Tassen Kaffee pro Tag, so können Sie die Wahrscheinlichkeit an Herzrhythmusstörungen zu erkranken um beachtliche 20 Prozent reduzieren. Diverse Studien zeigen, dass 3 bis 5 Tassen Kaffee am Tag am Besten geeignet sind, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen allgemein zu senken. Das Optimum liegt dabei bei 3 Tassen, womit die Risikoreduzierung bei 21 Prozent liegt. Doch Vorsicht: Ab 5 Tassen steigt das Risiko wieder. Allerdings: Das größte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen weisen Menschen auf, die gar keinen Kaffee trinken. Offenbar schützt Kaffee unser Herz und unsere Gefäße. Wie genau, das ist leider noch nicht belegt. Vermutlich liegt es an den entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften des koffeinhaltigen Getränks.

6. Kaffee beugt Diabetes vor

Je mehr Kaffee Sie trinken, umso geringer ist Ihr Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. 3 bis 4 Tassen täglich können Ihr Risiko um etwa ein Viertel reduzieren, verglichen mit Personen, die keinen Kaffee trinken. Auch eine Tasse Kaffee hilft schon. Und mit 4 Tassen Kaffee am Tag können Sie Ihr Risiko um erstaunliche 50 Prozent reduzieren! Jede zusätzliche Tasse (bis zu 8 Tassen täglich) kann dann noch einmal eine Risikoreduzierung von 5 bis 10 Prozent bringen. Eine Studie weist darauf hin, dass die Diabetes Typ 2 vorbeugende Wirkung von Kaffee vor allem jene Menschen betrifft, die eine genetische Disposition für die Krankheit aufweisen. Insbesondere Träger einer weit verbreiteten TCF7L2-Genvariante, die ein erhöhtes Diabetes-Risiko mit sich bringt, profitieren demzufolge vom Kaffeegenuss. Pro Tasse Kaffee am Tag können diese ihr Diabetes-Risiko um 7 Prozent senken.

Interessant: Auch hier ist offenbar nicht das Koffein am Werk. Der Effekt konnte nämlich auch bei entkoffeiniertem Kaffee und Tee beobachtet werden. Wissenschaftler*innen vermuten, dass Antioxidantien hier positiv am Werk sind.

7. Kaffee schützt vor Impotenz

Gute Nachrichten für liebeshungrige Männer: Nehmen Sie 85 bis 170 mg Koffein am Tag zu sich und Ihr Impotenz-Risiko kann um 42 Prozent sinken. Es reicht also womöglich schon 1 Café Latte täglich 😉 Eine amerikanische Studie zeigt, dass Männer seltener unter Erektionsstörungen leiden, wenn sie regelmäßig Kaffee zu sich nehmen. Es gilt allerdings Maß zu halten: Bei einer Koffeinmenge von 171 bis 303 mg Koffein sinkt der Effekt auf 39 Prozent. Das ist aber immer noch mehr als wenn Sie gar keinen oder maximal 7 mg Koffein zu sich nehmen. Die Zauberwirkung geht hier vom Koffein aus, das die Blutzufuhr in die Schwellkörper des männlichen Geschlechtsorgans verbessert.

8. Kaffee tut Ihrer Leber gut

Routinierte Kaffeetrinker*innen weisen bessere Leberwerte auf als Abstinenzler*innen. 2 bis 3 Tassen am Tag können bei Patient*innen mit einer chronischen Leberkrankheit die Wahrscheinlichkeit an einer Zirrhose zu sterben um 46 Prozent verringern. Bei mehr als 4 Tassen steigt dieser Wert sogar noch auf 71 Prozent. Koffein reduziert auch das Risiko, an nichtalkoholischer Fettleber zu erkranken. Auch der Krankheitsverlauf von Hepatitis B kann durch einen Konsum von mehr als 400 mg Koffein täglich (4 Espressi) gehemmt werden. Außerdem stabilisiert Kaffee noch das Leberenzym ALT. Wenn es jetzt noch einen Grund für’s Kaffeetrinken brauchte: Wer regelmäßig Kaffee trinkt, kann sein Risiko für Leberkrebs um 40 Prozent reduzieren. Als Grund gelten hier unter anderem im Koffein wirksame Antioxidantien wie Cafestol und Kahweol.

9. Kaffee hilft bei Asthma

Auch Asthmapatient*innen profitieren von Kaffee, der die Atemfunktion nachweislich verbessert. Mit 3 Tassen am Tag sind Asthmatiker*innen gut aufgestellt. Bereits 1859 wurden Asthma-Patient*innen in Schottland mit Kaffee behandelt, um ihnen das Atmen zu erleichtern. Eine italienische Studie zeigte den Zusammenhang zwischen täglichem Kaffeetrinken und einer geringeren Asthma-Häufigkeit. Bei einem täglichen Konsum von mehr als 3 Tassen Kaffee sank das Risiko für Asthma um 28 Prozent im Vergleich zu Nicht-Kaffee-Trinker*innen. 

Somit kann Koffein oder besser das darin enthaltene Abbauprodukt Theophyllin die Lungenfunktion positiv beeinflussen. 

10. Kaffee schützt vor Alzheimer

Trinken Sie 3 bis 5 Tassen Kaffee täglich und Ihr Risiko, später einmal an Alzheimer oder Demenz zu erkranken, kann um 20 bis 27 Prozent sinken. Grund: Der Kaffee-Bestandteil Eicosanyl-5-Hydroxytryptamin (EHT) aktiviert die Protein-Phosphatase 2A (PP2A). Das wiederum ist ein Enzym, welches Phosphatgruppen an dem Neurodegenerationsmarker Tau abbaut. Bei Alzheimer-Patient*innen ist die PP2A-Aktivität deutlich reduziert, was vermutlich zur Verklumpung von Proteinen beiträgt, in denen sich zu viel Phosphorsäurereste angesammelt haben. In Versuchen mit einem mit EHT angereicherten Kaffee-Extrakt konnte diese Proteinveränderung blockiert werden.

Ein Querschnitt durch diverse Studien zeigt, dass das Koffein die wichtigste Komponente im Alzheimerschutz darstellt. Aber auch Polyphenole spielen eine Rolle. Positiv gegen Alzheimer wirkt dabei vor allem die so genannte Mittelmeerdiät (Fisch, Obst, Gemüse, Olivenöl, Rotwein). Diese ist besonders reich an Polyphenolen. Kaffee enthält Phenolsäuren wie etwa die Kaffeesäure. Klingt erstmal nicht so sexy, aber Versuche an Mäusen zeigen, dass die Kaffesäure die kognitiven Funktionen verbessert und Demenz vorbeugt.

Koffein selbst reduziert die Anhäufung von Beta-Amyloid, das die Entstehung von Amyloidplaque verantwortet. Außerdem führt es dazu, dass weniger Neuronen absterben, vor allem im Hippocampus und den Cortexregionen des Gehirns, die für das Gedächtnis zuständig sind. Und als Neurostimulanz reizt Koffein die Produktion von Acetylcholin an. Das ist der Neurotransmitter, der unser Denkvermögen unterstützt.

11. Kaffee und Parkinson

Wenn Sie täglich 3 Tassen Kaffee am Tag trinken, kann Ihr Risiko an Parkinson zu erkranken sinken. Zu diesem Schluss kommt eine 2013 erschienene Metastudie, in der 13 Studien mit knapp 1 Million Menschen untersucht wurden, die sich dem Zusammenhang von Kaffeekonsum und Parkinsonrisiko widmeten. Als Grund wird die vom Koffein ausgehende Adenosinblockade (s. oben) genannt, die zu einer vermehrten Dopaminausschüttung führt.

Zudem kann das in Kaffee enthaltene Koffein bei Patient*innen mit Morbus Parkinson die motorischen Symptome lindern. 

Dennoch sind noch weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig, um den genauen Zusammenhang Von Morbus Parkinson und Kaffee zu erschließen.

11. Kaffee bei Depression

Laut einer Harvard Studie sinkt das Risiko an einer Depression zu erkranken bei Frauen, die täglich etwa vier Tassen Kaffee trinken, um 20 Prozent. Es ist aber auch möglich, dass Menschen die an Depressionen leiden, schlichtweg weniger Kaffee trinken, da sie häufig unter Schlafproblemen leiden. 

Chinesische Forscher*innen fanden 2016 heraus, dass das Risiko an Depression zu erkranken pro Tasse Kaffee im Schnitt um 8 Prozent sinkt. 400 ml Kaffee täglich soll den besten Schutz vor Depressionen bieten. 

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Infografik: So gesund ist Kaffee

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